VITUS Privatklinik

Elektrochemotherapie bei Prostatakrebs

Die neue Alternative zur Strahlentherapie bei Prostatakarzinom-Rezidiv: Elektrochemotherapie (ECT)

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Elektrochemotherapie (ECT)

Ein revolutionärer Ansatz zur Behandlung von Prostatakrebs

In der Vitus Privatklinik wird die Elektrochemotherapie bei Prostatakrebs (ECT) eingesetzt, um Patienten mit großem Tumorvolumen oder Tumoren zu behandeln, die nahe an kritischen Strukturen wie dem Schließmuskel oder dem Enddarm liegen. Diese Behandlung ist derzeit für Prostatakrebs ausschließlich in unserer Klinik verfügbar.

In komplexeren oder aggressiveren Fällen kombinieren wir die Elektrochemotherapie mit der irreversiblen Elektroporation (IRE) – in einem bei Vitus entwickelten Behandlungsansatz. Unsere wegweisenden Verfahren ermöglichen eine gezielte und wirksame Behandlung mit deutlich weniger Nebenwirkungen als konventionelle Therapien.

Was ist Elektrochemotherapie?

Ein revolutionärer Ansatz zur Behandlung von Prostatakrebs

Die Elektrochemotherapie ist ein Verfahren, das kurze elektrische Impulse mit einer niedrigen Dosis Chemotherapie kombiniert, um Krebszellen gezielt zu erreichen und zu zerstören. So funktioniert es:

  • Elektroporation: Kurze elektrische Impulse öffnen die Zellmembran der Krebszellen vorübergehend, sodass das Chemotherapeutikum deutlich effektiver in die Zellen eindringen kann.
  • Chemotherapie: Ein chemotherapeutischer Wirkstoff – meist Bleomycin – wird in sehr niedriger Dosierung verabreicht. Durch die elektrischen Impulse gelangt der Wirkstoff in höherer Konzentration in die Tumorzellen, wodurch die Behandlung besonders wirksam wird.
  • Selektive Zellzerstörung: Das Chemotherapeutikum schädigt die DNA der Prostatakrebszellen, was zu deren Absterben führt – besonders während der Zellteilung.

Dieser Mechanismus ist besonders effektiv bei aggressiveren Tumoren, da sich Krebszellen häufiger teilen als gesunde Zellen.

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Ist ECT für mich geeignet?

ECT ist für viele Prostatakrebspatienten eine sehr gute Option – insbesondere bei komplexeren Fällen:

  • Präzise Behandlung: ECT eignet sich besonders für Tumoren in der Nähe kritischer Strukturen, etwa des Schließmuskels, bei denen der Erhalt von gesundem Gewebe entscheidend ist. Diese Präzision kann das Risiko von Nebenwirkungen wie Inkontinenz und erektiler Dysfunktion reduzieren.
  • Wirksam bei größeren Tumoren: Wenn ein Tumor größer ist, kann ECT eine effektive Lösung bieten – auch in Situationen, in denen andere Verfahren an Grenzen stoßen.
  • Minimalinvasiv: Wer eine schonende, schnelle und wirksame Behandlungsoption sucht, könnte mit ECT eine passende Alternative finden.

In manchen Fällen empfehlen unsere Experten IR-ECT, eine Kombination aus irreversibler Elektroporation und Elektrochemotherapie, um bei aggressiven oder komplexen Tumoren eine umfassendere Behandlung zu ermöglichen.

Elektrochemotherapie vs. klassische Chemotherapie

Wer den Unterschied zwischen Elektrochemotherapie und klassischer Chemotherapie versteht, kann die Anwendung eines Chemotherapeutikums besser einordnen.

  • Schonender: ECT arbeitet mit präziser Zielsteuerung und einer deutlich niedrigeren Wirkstoffdosis als eine systemische Chemotherapie.
  • Gezielte Wirkung: Die Behandlung konzentriert sich auf den Tumor, statt im gesamten Körper zu wirken.
  • Niedrigere Dosierung: Durch die Elektroporation wird die Aufnahme des Wirkstoffs im Tumorgewebe verbessert – typische systemische Nebenwirkungen wie Übelkeit oder starke Müdigkeit treten dadurch deutlich seltener auf.

Warum Vitus für Elektrochemotherapie?

In der Vitus Privatklinik wird die Elektrochemotherapie im Rahmen eines hochspezialisierten fokalen Therapiekonzepts angewendet – mit dem Ziel, maximale Präzision zu erreichen und umliegende Strukturen bestmöglich zu schützen.

  • Erfahrung mit komplexen Prostatatumoren: Elektrochemotherapie wird bei Vitus routinemäßig bei großen Tumoren sowie bei Tumoren eingesetzt, die nahe an kritischen Strukturen wie Schließmuskel oder Enddarm liegen.
  • Eigene Kombinationsstrategien: In ausgewählten Fällen wird die Elektrochemotherapie mit irreversibler Elektroporation (IRE) kombiniert – in einem Behandlungsansatz, der bei Vitus entwickelt wurde.
  • Fokus auf Funktionserhalt: Die Therapieplanung legt großen Wert auf eine präzise Tumorbehandlung mit dem Ziel, Kontinenz und Erektionsfähigkeit soweit wie möglich zu erhalten.

Kombinationstherapien

In der Vitus Privatklinik kann die Elektrochemotherapie entweder als eigenständige Therapie oder als Teil einer kombinierten Behandlungsstrategie eingesetzt werden – insbesondere bei komplexeren Formen von Prostatakrebs. Während ECT bei größeren Tumoren und bei lokalisiertem Prostatakrebs nahe sensibler Strukturen sehr wirksam sein kann, profitieren bestimmte Fälle von einer Kombination mit weiteren fokalen Therapien, um die Behandlungszone zu erweitern oder eine stärkere biologische Reaktion zu unterstützen.

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IRECT (IRE + ECT)

IRECT ist eine einzigartige Kombinationstherapie, die bei Vitus entwickelt wurde. Sie verbindet die fokale irreversible Elektroporation (IRE) mit der Elektrochemotherapie – für aggressivere, multifokale oder anatomisch schwer zugängliche Tumoren.

Bei IRECT wird ein Teil des Tumors unmittelbar durch IRE zerstört. In den umliegenden Bereichen werden kurze elektrische Impulse eingesetzt, die die Aufnahme eines niedrig dosierten Chemotherapeutikums verbessern. So können angrenzende Tumorzellen über mehrere Wochen hinweg schrittweise absterben – ohne nahegelegene Nerven, Gefäße oder den Schließmuskel zu schädigen.

IRECT wird häufig bei lokal wiederkehrendem Prostatakrebs nach Operation oder Bestrahlung empfohlen, ebenso bei anatomisch komplexen Tumoren, bei denen eine einzelne Methode möglicherweise nicht genügend Abdeckung bietet.

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Immuntherapie in Kombination mit fokaler Therapie

Auch eine Immuntherapie kann mit ECT oder IRECT kombiniert werden, um eine breitere systemische Reaktion zu unterstützen. Wenn Tumorzellen durch nicht-thermische Verfahren wie IRE oder Elektrochemotherapie zerstört werden, können freigesetzte Tumorantigene dem Immunsystem helfen, Krebszellen klarer zu erkennen.

In Vitus wird dieser natürliche Prozess durch immunstimulierende Medikamente ergänzt, die die Immunaktivität stärken und möglicherweise dazu beitragen, mikroskopische Tumorzellen außerhalb der unmittelbaren Behandlungszone besser zu adressieren.

Dieser Ansatz kann insbesondere bei Patienten mit intermediärem Risiko oder in ausgewählten fortgeschrittenen Fällen sinnvoll sein, wenn sowohl eine präzise lokale Tumorkontrolle als auch eine weitergehende immunologische Unterstützung wichtig sind.

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Häufig gestellte Fragen

Die Elektrochemotherapie kombiniert kurze elektrische Impulse mit einer sehr niedrigen Dosis Chemotherapie, um die Aufnahme des Wirkstoffs in die Krebszellen zu verbessern. Die elektrischen Impulse öffnen die Zellmembranen vorübergehend, sodass der Wirkstoff im Tumor in höherer Konzentration wirkt – bei gleichzeitig deutlich geringerer Belastung für den restlichen Körper.

Die Erholung verläuft in der Regel zügig, da die Elektrochemotherapie minimalinvasiv ist und den Tumor lokal behandelt. Viele Patienten können ihre normalen Alltagsaktivitäten nach kurzer Zeit wieder aufnehmen.

ECT kann bei lokalem Rezidiv in Betracht gezogen werden – auch in Fällen, in denen vorangegangene Therapien wie eine Bestrahlung andere Optionen erschweren. Da ECT nicht-thermisch und sehr gezielt wirkt, kann es auch in Bereichen nahe kritischer Strukturen wie Schließmuskel oder Enddarm eingesetzt werden. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt immer von den MRT-Befunden und den Eigenschaften des Rezidivs ab.

ECT arbeitet mit einer deutlich niedrigeren Chemotherapie-Dosis als eine systemische Behandlung. Weil die Elektroporation die Wirkstoffaufnahme im Tumor lokal stark erhöht, wirkt das Chemotherapeutikum hauptsächlich im Tumorgewebe – die Belastung des restlichen Körpers bleibt gering. Daher treten typische systemische Nebenwirkungen, wie sie bei klassischer Chemotherapie häufig vorkommen, in der Regel nicht auf.

ECT kann für Patienten mit größeren Tumoren, Tumoren nahe sensibler Strukturen oder in ausgewählten Rezidivfällen empfohlen werden. Es kann auch eine Option für Patienten sein, die einen minimalinvasiven, organerhaltenden Ansatz suchen. Für die Entscheidung, ob ECT oder eine Kombinationstherapie wie IR-ECT am besten geeignet ist, sind ein detailliertes Prostata-MRT und ein ärztliches Beratungsgespräch erforderlich.