VITUS Privatklinik

IRE-NanoKnife-Therapie bei Prostatakrebs

Vitus bietet Ihnen die neuesten Möglichkeiten zur Behandlung von Prostatakrebs. Wir entfernen den Krebs, nicht die Prostata.

Weihnachtsgrüße aus der Vitus Privatklinik!

Bitte beachten Sie, dass unsere Klinik vom 23.12.2024 bis 03.01.2025 geschlossen ist.

Wir sind jedoch immer für Sie da - Sie können uns gerne über unser Kontaktformular oder per E-Mail kontaktieren, und wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest!

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NanoKnife Fokale Therapie

Eine revolutionäre Behandlung von Prostatakrebs

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Irreversible Elektroporation (IRE) mit NanoKnife

Was ist IRE?

Warum Vitus?

Videos über unsere NanoKnife (IRE)-Behandlung von Prostatakrebs

Dr. Michael K. Stehling erörtert die Rationalität und die Vorteile von NanoKnife (IRE) bei der Behandlung von Prostatakrebs.

Wie IRE funktioniert

Behandlung Prozess

Jede NanoKnife-Behandlung beginnt mit einer detaillierten Diagnostik. In Vitus umfasst dies eine multiparametrische MRT, die von unserem Prostata-Bildgebungsteam ausgewertet wird, sowie eine 3D-Sättigungsbiopsie, um alle Tumorherde sicher zu identifizieren.

Beide Untersuchungen sind entscheidend, um die exakten Tumorgrenzen festzulegen, da NanoKnife selbst keine Krebsherde erkennt.

Auf Basis von MRT- und Biopsiedaten erstellen unsere Ärzte und Physiker mithilfe individueller 3D-Simulationen die Ablationszone und einen präzisen Behandlungsplan.

Der Eingriff wird unter Narkose durchgeführt, damit Sie sich rundum wohl fühlen.

Die feinen Nadelelektroden werden durch den Damm (Perineum) eingeführt und unter permanenter endorektaler Ultraschallführung rund um den Tumor positioniert. Da die Prostata klein ist und von wichtigen Strukturen umgeben wird, ist höchste Präzision nötig – und damit viel Erfahrung.

Sind die Elektroden korrekt platziert, wird das NanoKnife-System gemäß Ihrem Behandlungsplan programmiert. Anschließend werden kurze elektrische Impulse zwischen den Elektroden abgegeben. Diese dauern nur wenige Millionstel Sekunden, wodurch keine Wärme entsteht und thermische Schäden verhindert werden.

Die eigentliche Impulsphase dauert nur Sekunden bis wenige Minuten.

Nach dem Entfernen der Elektroden schließen sich die kleinen Einstichstellen sofort. Die meisten Patienten haben kaum oder gar keine Schmerzen; unangenehm kann vor allem der vor dem Eingriff gelegte Blasenkatheter sein. Dieser wird in der Regel nach 10 bis 14 Tagen entfernt.

Insgesamt bleiben Patienten etwa 48 Stunden in der Klinik: Aufnahme am ersten Tag, Behandlung am zweiten Tag, Entlassung am folgenden Morgen. Danach können die meisten Patienten rasch wieder leichte Alltagsaktivitäten aufnehmen.

Kleine Blutspuren im Urin oder in der Samenflüssigkeit über einige Wochen sind üblich und Teil des Heilungsprozesses, da der Körper das abladierte Gewebe in den nächsten Monaten schrittweise abbaut.

Vorteile der NanoKnife Behandlung

Eine kurze, schonende Behandlung.

90-95% Potenzerhaltungsrate
100% Kontinenzerhaltungsrate
  • Die meisten Männer (90-95 Prozent), die mit dem NanoKnife Verfahren behandelt wurden, behalten ihre Potenz.
  • ** Die bisher erhaltenen und veröffentlichten Statistiken basieren auf 600 Patienten, die über 6 Jahre behandelt wurden. Das Vitus Prostate Center ist Teil der multizentrischen Registerstudie NCT02255890, deren Ergebnisse jedoch noch unveröffentlicht sind.
  • Harninkontinenz ist der Verlust der Fähigkeit, Urin sicher zu speichern bzw. kontrolliert zu entleeren. Eine Langzeitstudie nach Prostatektomie** definiert Inkontinenz sinnvollerweise als Bedarf von zwei oder mehr Einlagen pro Tag 12 Monate nach der Operation.
  • **** Sacco E, Prayer-Galetti T, Pinto F, et al. Urinary incontinence after radical prostatectomy: incidence by definition, risk factors, and temporal trend in a large series with a long-term follow-up. BJU Int. 2006;97:1234-41.
  • Syan, Raveen, and Victor W. Nitti. „Post-prostatectomy Incontinence Initial Evaluation.“ Urinary Dysfunction in Prostate Cancer. Springer, Cham, 2016. 15-30.

Kombinationstherapien

Auch wenn IRE mit NanoKnife unsere bekannteste Methode ist, bieten wir weitere minimalinvasive Verfahren an. Manche Patienten profitieren von Kombinationstherapien – insbesondere bei wiederkehrendem Prostatakrebs oder komplexerer Tumorbiologie. In Vitus stehen fortgeschrittene fokale Techniken zur Verfügung, die bei Bedarf mit IRE kombiniert werden können, darunter auch Verfahren, die nur bei uns verfügbar sind.

Alle Prostatakrebs-Behandlungen ansehen →

IRECT (IRE + ECT)

IRECT ist eine in der Vitus Privatklinik entwickelte Kombinationstherapie aus Irreversibler Elektroporation und Elektrochemotherapie. Sie richtet sich an fortgeschrittene oder schwer zugängliche Prostatatumoren – auch bei Rezidiven nach Operation, Bestrahlung oder HIFU.

Dabei wird ein Teil des Tumors sofort durch IRE zerstört. In angrenzenden Bereichen werden elektrische Impulse eingesetzt, die die Aufnahme eines niedrig dosierten Chemotherapeutikums verstärken. So können verbleibende Krebszellen über mehrere Wochen schrittweise eliminiert werden, während Nerven, Gefäße und Schließmuskelfunktion erhalten bleiben.

Mehr zur IRECT-Therapie →

Immuntherapie mit fokaler Therapie

In der Vitus Privatklinik kombinieren wir IRE gezielt mit Immuntherapie, um die körpereigene Abwehr stärker einzubeziehen. Wenn IRE Tumorzellen zerstört, werden Tumorantigene freigesetzt, die über das Lymphsystem dem Immunsystem helfen können, Krebszellen besser zu erkennen. Diese natürliche Aktivierung unterstützen wir durch immunstimulierende Medikamente, um die Gesamtreaktion des Immunsystems zu verstärken.

Ziel ist eine präzise lokale Tumorkontrolle – und zugleich die Unterstützung des Körpers dabei, eventuell vorhandene Krebszellen außerhalb des Behandlungsareals zu identifizieren und zu bekämpfen.

Mehr zur Immuntherapie →

Häufig gestellte Fragen

Männer mit einem durch MRT und Biopsie bestätigten Prostatakrebs. Die endgültige Eignung hängt von der Lage des Tumors, den Ergebnissen der Bildgebung und früheren Behandlungen ab. Aufgrund unserer Erfahrung mit innovativen NanoKnife IRE-Techniken können viele Männer, die in anderen Zentren nicht als Kandidaten in Frage kommen, dennoch bei Vitus behandelt werden. Eine Überprüfung Ihrer MRT- und Biopsie-Ergebnisse ist erforderlich. kontaktieren Sie unser Team, um die Eignung zu bestätigen →

IRE nutzt elektrische Impulse statt Hitze oder Kälte. Dadurch kann Tumorgewebe behandelt werden, ohne Nerven oder Nachbarstrukturen thermisch zu schädigen. Harn- und Potenzfunktion werden so meist besser erhalten als bei thermischen Verfahren wie HIFU oder Kryotherapie.

Bei den meisten Männern wird der gezielt behandelte Tumorbereich mit einer einzigen Sitzung vollständig eliminiert. Verlaufskontrollen mit MRT und PSA dienen der Beurteilung des Therapieerfolgs. Bei passend ausgewählten Patienten sind kurz- und mittelfristige Ergebnisse mit radikalen Therapien vergleichbar – bei deutlich weniger langfristigen Nebenwirkungen.

Meist treten nur milde, kurzfristige Beschwerden auf, z. B. Brennen beim Wasserlassen, Schwellung oder vorübergehende Harnverhaltung. Da die Behandlung nicht-thermisch ist, sind langfristige Probleme wie Inkontinenz oder Erektionsstörungen deutlich seltener als nach OP oder Bestrahlung.

Ja. NanoKnife schränkt spätere Optionen nicht ein. Falls der Krebs zurückkehrt oder fortschreitet, sind Operation oder Bestrahlung weiterhin möglich.

Die Nachsorge umfasst regelmäßige PSA-Kontrollen und MRT-Untersuchungen, um das Behandlungsareal zu beurteilen und frühe Rezidive zu erkennen. Viele Patienten lassen die Nachsorge bei ihrem lokalen Urologen durchführen – mit Unterstützung unseres Teams.

Ja. IRE kann sicher wiederholt werden, wenn ein Rezidiv entsteht oder ein neuer Tumorherd auftritt. Diese Wiederholbarkeit ist ein zentraler Vorteil der fokalen Prostatakrebs-Therapie.