Wo kann man Prostatakrebs mit IRE/NanoKnife behandeln lassen?
Die irreversible Elektroporation (IRE), auch unter dem Markennamen NanoKnife bekannt, ist eine spezialisierte fokale Therapie bei Prostatakrebs. Dabei werden elektrische Impulse eingesetzt, um die Zellmembranen von Prostatakrebszellen zu schädigen. Gleichzeitig soll das umliegende gesunde Gewebe möglichst geschont werden.
Da diese minimalinvasive Behandlung eine spezielle technische Ausstattung und besondere Erfahrung mit Prostatakrebs erfordert, wird sie weltweit weiterhin nur von einer begrenzten Anzahl von Kliniken angeboten.
Zwar bieten zunehmend mehr Behandlungszentren die IRE an, doch die prostatakrebsspezifische Erfahrung unterscheidet sich weiterhin erheblich.
Für Patienten, die nach einer Klinik für eine NanoKnife-Behandlung suchen, ist deshalb nicht nur entscheidend, ob die Klinik das Verfahren anbietet. Ebenso wichtig ist, ob das Behandlungsteam über die erforderliche Erfahrung, einen sorgfältigen Planungsprozess und ausreichend praktische Erfahrung mit entsprechenden Fällen verfügt, um die Technologie fachgerecht einzusetzen.
Dieser Leitfaden erläutert, in welchen Regionen eine IRE-/NanoKnife-Behandlung verfügbar sein kann, welche Faktoren den Zugang und die Kosten beeinflussen und welche Fragen Patienten stellen sollten, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden.
Warum wird die IRE-/NanoKnife-Behandlung nur in ausgewählten Kliniken angeboten?
Die IRE/NanoKnife wird mindestens seit 2007 als alternative Behandlung von Prostatakrebs diskutiert. Seitdem haben frühe Anwender durch ihre spezialisierte klinische Arbeit und veröffentlichte Forschung dazu beigetragen, den Einsatz des Verfahrens weiterzuentwickeln.
Dennoch bleibt die IRE/NanoKnife eine spezialisierte nichtthermische fokale Therapie, die nicht in jedem Prostatakrebszentrum verfügbar ist. Dies liegt vor allem daran, dass sie hochspezialisierte Voraussetzungen erfordert, darunter:
- spezielle IRE-/NanoKnife-Technologie
- entsprechende ärztliche Ausbildung und prostatakrebsspezifische Erfahrung
- genaue Auswertung von Bildgebung und Biopsie
- sorgfältige Behandlungsplanung
- präzise Platzierung der Sonden beziehungsweise Elektroden
- geeignete Patientenauswahl

In den meisten klinischen Einrichtungen wird die IRE/NanoKnife für ausgewählte Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs in Betracht gezogen, häufig bei Erkrankungen mit niedrigem bis mittlerem oder mittlerem Risiko. Erfahrenere Zentren können möglicherweise auch komplexe Fälle beurteilen. Ob eine Behandlung geeignet ist, hängt jedoch immer vom gesamten klinischen Befund ab.
Deshalb ist die Wahl des Behandlungszentrums wichtig. Ein erfahrener Anbieter kann beurteilen, ob eine IRE oder eine andere fokale Therapie geeignet ist und ob sie allein oder als Teil einer umfassenderen Behandlungsstrategie eingesetzt werden sollte. Bei fortgeschritteneren Fällen empfehlen wir häufig einen kombinierten Ansatz aus IRE, ECT und Immuntherapie.
Bitte beachten Sie, dass Prostatakrebs in der Regel vergleichsweise langsam fortschreitet. Daher bleibt meist genügend Zeit, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Kliniken zu vergleichen. Lassen Sie sich nicht zu einer Entscheidung drängen, bevor Sie den vorgeschlagenen Behandlungsansatz vollständig verstanden haben.
Wer bietet die IRE-/NanoKnife-Behandlung an?
Die Verfügbarkeit der IRE-/NanoKnife-Behandlung unterscheidet sich je nach Land und Region erheblich. Auch in Regionen, in denen das Verfahren bereits stärker etabliert ist, hängt der Zugang von der lokalen Anwendung, den regulatorischen Rahmenbedingungen und der Erfahrung der Spezialisten ab.
Derzeit konzentriert sich die IRE-/NanoKnife-Behandlung weiterhin hauptsächlich auf spezialisierte Zentren für fokale Therapien, private Prostatakrebszentren sowie ausgewählte Krankenhäuser und universitäre Programme. Viele Patienten suchen deshalb auch im Ausland nach einer Behandlung – entweder weil das Verfahren vor Ort nur eingeschränkt verfügbar ist oder weil sie einen Anbieter mit größerer prostatakrebsspezifischer IRE-Erfahrung wünschen.
Die nachfolgend beschriebenen Regionen geben allgemeine Verfügbarkeitsmuster wieder. Sie stellen weder ein vollständiges Anbieterverzeichnis noch eine Empfehlung für einzelne Kliniken dar. Patienten sollten die aktuelle Verfügbarkeit, die Erfahrung des behandelnden Arztes, die Eignungskriterien, den regulatorischen Status und die Anforderungen an die Nachsorge direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen.
IRE-/NanoKnife-Behandlung in Europa
Europa gehörte zu den ersten Regionen, in denen die IRE/NanoKnife zur Behandlung von Prostatakrebs angeboten wurde. Obwohl der Zugang zu entsprechenden Geräten in Europa grundsätzlich an Medizinprodukte mit CE-Kennzeichnung gebunden ist, hängt die tatsächliche Verfügbarkeit davon ab, ob spezialisierte Zentren in den jeweiligen Ländern das Verfahren eingeführt haben.
Zu den europäischen Ländern mit der deutlichsten Verfügbarkeit der IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs zählen:
- Deutschland
- Vereinigtes Königreich
Diese Regionen sind von Bedeutung, weil sich dort einige der weltweit erfahrensten Anbieter für die IRE bei Prostatakrebs befinden.
Deutschland ist besonders relevant, da spezialisierte Zentren dort zu den ersten gehörten, die die IRE bei Prostatakrebs einsetzten. Die VITUS Privatklinik beispielsweise begann 2011 mit der Anwendung der IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs – in Zusammenarbeit mit Prof. Boris Rubinsky, einem der Begründer der Technologie der irreversiblen Elektroporation.
Seitdem hat sich VITUS international zu einem der erfahrensten IRE-Zentren für Prostatakrebs entwickelt. Dazu liegen veröffentlichte Daten zu 471 Behandlungen vor, die zwischen 2011 und 2016 durchgeführt wurden. Die Klinik hat diesen Ansatz zudem zur IRECT weiterentwickelt, einer Kombinationstherapie, die bei ausgewählten Tumorkonstellationen IRE und Elektrochemotherapie miteinander verbindet.
Auch einzelne Anbieter in anderen europäischen Ländern können die IRE/NanoKnife anbieten. Patienten sollten jedoch die prostatakrebsspezifische IRE-Erfahrung der jeweiligen Klinik prüfen, bevor sie davon ausgehen, dass diese für ihren Fall geeignet ist.
IRE-/NanoKnife-Behandlung in Nordamerika
In Nordamerika ist die IRE/NanoKnife vor allem in den Vereinigten Staaten verfügbar und in Kanada deutlich eingeschränkter. In den USA besteht der klarste regulatorische Rahmen: Geräte im Zusammenhang mit der IRE erhielten erstmals 2006 eine FDA-Zulassung zur Ablation von Weichgewebe, gefolgt von Zulassungen des NanoKnife-Systems in den Jahren 2011 und 2015. Im Jahr 2024 wurde zudem über eine prostatakrebsspezifische FDA-Zulassung berichtet.
Trotz dieser regulatorischen Entwicklung ist die IRE/NanoKnife weiterhin weitgehend auf ausgewählte universitäre, private und spezialisierte urologische Einrichtungen beschränkt.
In den Vereinigten Staaten konzentrieren sich die Anbieter meist auf große medizinische Ballungsräume. Zu den Bundesstaaten, in denen die IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs am sichtbarsten angeboten wird, gehören:
- Florida
- Georgia
- New York
- Kalifornien
In Kanada ist der Zugang zur IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs noch begrenzter. Öffentlich auffindbare Angebote bestehen unter anderem bei Anbietern in Toronto sowie in einigen ausgewählten privaten Kliniken.
Patienten aus Nordamerika sollten die Erfahrung des Anbieters und Einzelheiten zur Kostenübernahme prüfen, bevor sie davon ausgehen, dass eine Klinik für sie geeignet ist.
IRE-/NanoKnife-Behandlung in Australien und Neuseeland
In Australien und Neuseeland ist die IRE/NanoKnife weniger verbreitet als in Europa oder den Vereinigten Staaten. In beiden Ländern gibt es jedoch öffentlich auffindbare spezialisierte Anbieter. Der Zugang zu den Geräten wird in Australien über TGA/ARTG und in Neuseeland über Medsafe/WAND geregelt. Eine Registrierung oder Meldung bedeutet jedoch nicht, dass die Behandlung flächendeckend verfügbar ist oder öffentlich finanziert wird.
In Australien finden Patienten entsprechende Angebote am ehesten in größeren medizinischen Ballungsräumen, darunter:
- Sydney
- Melbourne
- Perth
Australien ist in dieser Region der naheliegendere Ausgangspunkt, da die IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs von ausgewählten spezialisierten urologischen Anbietern und Zentren für fokale Therapien angeboten wird. Die Verfügbarkeit ist jedoch weiterhin begrenzt. Daher sollte vor der Behandlungsplanung geprüft werden, ob prostatakrebsspezifische IRE-Erfahrung vorhanden ist.
In Neuseeland ist der Zugang zur IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs noch stärker eingeschränkt als in Australien. Private spezialisierte Angebote sind jedoch verfügbar, insbesondere im Raum Auckland.
Patienten, die Angebote in Australien oder Neuseeland vergleichen, sollten die prostatakrebsspezifische Erfahrung, die Eignungskriterien und die Nachsorge klären, bevor sie davon ausgehen, dass eine Klinik für sie geeignet ist.
Wie lassen sich IRE-/NanoKnife-Kliniken vor der Auswahl vergleichen?
Bei der Wahl einer IRE-/NanoKnife-Klinik geht es nicht nur darum, den nächstgelegenen Anbieter zu finden. Da die fokale irreversible Elektroporation eine spezialisierte Behandlung ist, können die Qualität der Befundprüfung, der Planung und der Nachsorge ebenso wichtig sein wie der Eingriff selbst.
Ein qualifizierter Anbieter sollte erklären können, wann eine IRE sinnvoll sein kann, wann sie möglicherweise nicht geeignet ist und welche anderen Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden sollten, falls die IRE nicht infrage kommt.
Bei der Beurteilung von IRE-/NanoKnife-Kliniken sollten unter anderem die folgenden Aspekte berücksichtigt werden.
Prostatakrebsspezifische IRE-Erfahrung
Patienten sollten nach einer Klinik suchen, die über direkte Erfahrung mit der Anwendung der IRE/NanoKnife bei Prostatakrebs verfügt. Für eine IRE der Prostata reicht allgemeine Erfahrung mit der Ablation von Weichgewebe nicht aus. Der Anbieter benötigt genaue Kenntnisse der Prostataanatomie, Erfahrung mit MRT-Aufnahmen beziehungsweise deren Auswertung sowie mit der Behandlungsplanung.
Wichtige Fragen sind:
- Seit wann arbeitet der Anbieter mit IRE?
- Wie viele IRE-Behandlungen der Prostata haben die Klinik oder der Arzt bereits durchgeführt?
- Behandelt der Anbieter ausschließlich unkomplizierte, lokal begrenzte Fälle oder beurteilt er auch komplexere Fälle?
- Verfügt die Klinik speziell über Erfahrung mit der IRE bei Prostatakrebs – und nicht nur mit der Anwendung des Verfahrens bei anderen Krebsarten?
Prüfung der Eignung und Behandlungsplanung
Die IRE/NanoKnife wird im Rahmen fokaler Therapien im Allgemeinen für ausgewählte Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs in Betracht gezogen. Erfahrenere Zentren können auch ausgewählte Fälle mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Prostatakrebs beurteilen. Die Eignung hängt jedoch vom gesamten klinischen Befund ab, darunter:
- MRT-Befunde
- Biopsieergebnisse
- bisheriger Verlauf des prostataspezifischen Antigens (PSA)
- Lage des Tumors
- Anatomie der Prostata
- bisherige Behandlungen
Auch die Behandlungsplanung ist für die Versorgungsqualität von zentraler Bedeutung. Die Klinik sollte erläutern können, wie der Behandlungsbereich festgelegt wird, wie umliegendes Gewebe berücksichtigt wird und wie die Platzierung der Sonden beziehungsweise Elektroden in Bezug auf benachbarte Nerven, Blutgefäße und gesundes Gewebe geplant wird.
Der Anbieter sollte außerdem erklären können, wann eine IRE allein möglicherweise nicht ausreicht. Da VITUS nicht ausschließlich auf die IRE beschränkt ist, können wir ein breiteres Spektrum individuell abgestimmter Behandlungsstrategien prüfen, anstatt diese Fälle an andere Einrichtungen zu verweisen.
Bei VITUS informieren wir darüber, welche Behandlungsmöglichkeiten für den jeweiligen Fall relevant sein können. Kontaktieren Sie unser Betreuungsteam, um weitere Informationen zu erhalten.
Behandlungsergebnisse, Nebenwirkungen und Nachsorge
Patienten sollten pauschale Angaben zu Erfolgsraten kritisch hinterfragen, sofern eine Klinik die zugrunde liegenden Daten nicht erläutern kann. Ein vertrauenswürdiger Anbieter sollte onkologische Behandlungsergebnisse im jeweiligen Zusammenhang erklären können. Dazu gehören die untersuchte Patientengruppe, die Dauer der Nachbeobachtung, die Definition eines Rezidivs und die Erfassung von Nebenwirkungen.
Wichtige Themen der Nachsorge sind:
- Veränderungen des PSA-Werts nach der Behandlung
- Nachkontrollen mittels MRT oder Biopsie
- Nebenwirkungen auf die Harnwege
- Erektionsfähigkeit
- Rezidivrisiko
- mögliche erneute oder weiterführende Behandlung
- zukünftige Behandlungsmöglichkeiten bei einer Rückkehr des Krebses
Im Vergleich zu radikalen Behandlungen wie der Prostatektomie oder Strahlentherapie zielt die fokale IRE-/NanoKnife-Behandlung grundsätzlich darauf ab, die Lebensqualität möglichst zu erhalten. Dies soll durch ein geringeres Risiko für Harninkontinenz, Erektionsstörungen und unnötige Schäden am umliegenden gesunden Gewebe erreicht werden. Die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch je nach Patient, Eigenschaften des Prostatatumors, Erfahrung des Anbieters und Nachsorgeprotokoll.
Für internationale Patienten ist die Nachsorge besonders wichtig. Vor der Reise sollten Patienten wissen, welche Nachuntersuchungen vor Ort durchgeführt werden können und wann sie sich an die behandelnde Klinik wenden sollten.
Fragen, die Patienten vor der Buchung einer Behandlung stellen sollten
Vor der Auswahl einer IRE-/NanoKnife-Klinik sollten Patienten folgende Fragen stellen:
- Behandelt die Klinik speziell Prostatakrebs mit IRE?
- Wie viele IRE-Behandlungen der Prostata hat der Anbieter durchgeführt?
- Welche MRT- und Biopsiebefunde sind erforderlich, bevor eine Behandlung empfohlen wird?
- Wie erfolgen die Behandlungsplanung und die Platzierung der Elektroden?
- Was geschieht, wenn die IRE nicht geeignet ist?
- Welche Alternativen kommen infrage, wenn eine IRE nicht sinnvoll ist?
- Bespricht die Klinik gegebenenfalls Behandlungsoptionen für die gesamte Prostata, fokale Therapien und systemische Therapien?
- Wird das NanoKnife-Verfahren ausschließlich als Erstbehandlung angeboten oder kann es auch nach einem Rezidiv in Betracht gezogen werden?
- Wie werden Behandlungsergebnisse, Nebenwirkungen und mögliche Rezidive überwacht?
- Wie wird die Nachsorge organisiert, insbesondere bei internationalen Patienten?
Wie viel kostet eine IRE-/NanoKnife-Behandlung?
Die Kosten einer IRE-/NanoKnife-Behandlung können je nach Land, Klinik und Komplexität des Falls variieren. Eine private Behandlung kann zudem anders berechnet werden als eine öffentlich finanzierte, von der Versicherung unterstützte oder im Rahmen von Studien durchgeführte Versorgung.
Bei VITUS liegen die Kosten einer IRE-/NanoKnife-Therapie je nach Umfang und Komplexität der erforderlichen Behandlung in der Regel zwischen 18.000 und 25.000 Euro.
Internationale Patienten sollten vor der Buchung ihrer Reise unbedingt einen schriftlichen Kostenvoranschlag anfordern. Darin sollte aufgeführt sein, welche Leistungen im genannten Preis enthalten sind, welche Leistungen gesondert berechnet werden können und ob vor der Behandlung zusätzliche diagnostische Untersuchungen erforderlich sind.
Ein transparenter Kostenvoranschlag sollte die wesentlichen Bestandteile der Versorgung abdecken, darunter:
- Beratung und Prüfung des Falls
- Auswertung von Bildgebung oder Biopsie
- Anästhesie- und Eingriffskosten
- Versorgung des Blasenkatheters, Medikamente und Nachsorge
- Nachsorge aus der Ferne nach der Rückkehr nach Hause
Außerdem sollte daraus hervorgehen, welche finanziellen Regelungen gelten, wenn ein Patient anreist, sich später jedoch herausstellt, dass er für eine IRE-/NanoKnife-Behandlung nicht geeignet ist.
Auch die Kostenübernahme kann sehr unterschiedlich ausfallen. In manchen Regionen besteht möglicherweise ein begrenzter öffentlicher Zugang über spezialisierte Zentren oder im Rahmen von Forschungsprogrammen. Es sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass die IRE/NanoKnife routinemäßig übernommen wird. Internationale Patienten sollten zudem prüfen, ob ihre Krankenversicherung Behandlungen im Ausland abdeckt.
Die Kosten spielen eine Rolle, sollten jedoch gegen die Erfahrung des Anbieters und die Qualität des Behandlungsplans abgewogen werden.
Kontaktaufnahme mit VITUS zur IRE-/NanoKnife-Behandlung
Patienten, die sich für eine IRE-/NanoKnife-Behandlung interessieren, können die VITUS Privatklinik kontaktieren, um weitere Informationen anzufordern oder eine fachärztliche Prüfung ihres Falls einzuleiten.
Das Betreuungsteam kann erläutern, welche Behandlungsmöglichkeiten relevant sein könnten und welche Unterlagen für die Beurteilung des Falls benötigt werden.
Häufig gestellte Fragen zur Suche nach einer IRE-/NanoKnife-Klinik
Die IRE-/NanoKnife-Behandlung wird in ausgewählten spezialisierten Prostatakrebskliniken, Zentren für fokale Therapien, privaten urologischen Einrichtungen sowie einigen Krankenhäusern und universitären Programmen angeboten. Die Verfügbarkeit variiert je nach Land. In Teilen Europas, den Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland ist der Zugang vergleichsweise klarer.
Patienten sollten nach einer Klinik mit prostatakrebsspezifischer IRE-Erfahrung suchen und nicht nur nach allgemeiner Erfahrung mit der IRE bei anderen Krebsarten. Wichtige Faktoren sind die Anzahl der behandelten Fälle, die MRT-Aufnahmen beziehungsweise deren Auswertung, die Behandlungsplanung, die Technik der Elektrodenplatzierung, die Nachsorgeprotokolle und die Erfahrung mit fokalen Therapien bei Prostatakrebs.
In der Regel sollten Patienten MRT- und Biopsiebefunde, den bisherigen PSA-Verlauf, Angaben zu früheren Behandlungen, Blutwerte und relevante medizinische Unterlagen einreichen. Mithilfe dieser Unterlagen kann die Klinik den Prostatatumor, seine Lage und die Anatomie der Prostata beurteilen und prüfen, ob eine fokale NanoKnife-Therapie technisch und medizinisch geeignet sein könnte.
Die IRE/NanoKnife kann bei ausgewählten Fällen von wiederkehrendem Prostatakrebs in Betracht gezogen werden. Die Eignung hängt jedoch von der bisherigen Behandlung, der Lage des Tumors, vorhandenem Narbengewebe, den Ergebnissen der Bildgebung und der gesamten medizinischen Situation des Patienten ab. Patienten sollten fragen, ob die Klinik Erfahrung mit der Beurteilung von Rezidivfällen hat und ob die IRE als Erstbehandlung, als Salvage-Therapie nach einer vorherigen Behandlung oder als Teil einer umfassenderen Behandlungsstrategie vorgesehen wäre.
Die Kosten einer IRE-/NanoKnife-Behandlung unterscheiden sich je nach Land, Klinik, Komplexität des Falls, erforderlicher Diagnostik, Anästhesie, Kosten des NanoKnife-Eingriffs und Anforderungen an die Nachsorge. Patienten sollten vor der Buchung ihrer Reise einen schriftlichen Kostenvoranschlag anfordern und klären, welche finanziellen Regelungen gelten, falls sie anreisen, sich später jedoch herausstellt, dass sie für die Behandlung nicht geeignet sind.